Rahmenplan für den Grundstoff (12 Doppelstunden zu 90 min) für alle Klasen

1. Persönliche Voraussetzungen 


a) Körperliche Fähigkeiten 


Sehfähigkeit - Sehtest 


Bedeutung von Gesundheit und Fitneß 


b) Einschränkungen der körperlichen Fähigkeiten 


Krankheiten und Gebrechen 


Aufmerksamkeitsdefizite 


Konzentrationsmängel 


Alkohol, Drogen und Medikamente 


Ermüden und Ablenkung 


c) Psychische und soziale Voraussetzungen 


Einstellung und Werthaltungen gegenüber Fahrzeugen, Fahren und Straßenverkehr 


Orientierung an Leitbildern des Verkehrsverhaltens. 


2. Risikofaktor Mensch 


a) Beeinflussung des Verkehrsverhaltens durch 


Aggression, Angst, Fahrfreude, Streß, weitere Emotionen 


Auffälliges Fahren kann verschieden Gründe haben, Reaktion auf aggressives Fahren 


Aggression nicht mit Gegenaggression beantworten; Lernen, wie man seinen Ärger kontrolliert 


Ursachen von Streß; Lernen, Streß wahrzunehmen 


Erfahrung, daß Streß Risikofaktor ist 


Lernen, wie Streß zu vermeiden und zu bewältigen ist 


Gefühle können Fahrer positiv oder negativ beeinflussen % Risiken durch Angst, Panik, Überlegenheitsgefühle 


Lernen, Gefühle zu beherrschen und zu kontrollieren 


b) Selbstbilder 


realistische Einschätzung: Über- und Unterschätzung 


c) Fahrideale und Fahrerrollen. 


3. Rechtliche Rahmenbedingungen 


a) Führen von Kraftfahrzeugen 


Fahrerlaubnisklassen 


Führerschein auf Probe 


b) Zulassung von Fahrzeugen 


zulassungspflichtige und zulassungsfreie Fahrzeuge 


Erlöschen der Betriebserlaubnis 


c) Fahrzeuguntersuchungen 


d) Versicherungen 


Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko 


Insassenunfall 


Rechtsschutzversicherung 


e) Fahrzeugpapiere und Führerschein 


Fahrzeugbrief, Fahrzeugschein, Betriebserlaubnis, Versicherungsnachweis 


Nachweis über Abgasuntersuchung 


Änderungsabnahmebericht nach § 19 Abs. 3 StVZO 


f) Internationaler Kraftfahrzeugverkehr. 


4. Straßenverkehrssystem und seine Nutzung 


a) Verkehrswege und ihre Bedeutung 


Straße, Fahrbahn, Fahrstreifen, Seitenstreifen, Sonderfahrstreifen, Sonderwege, Autobahn- und Kraftfahrstraße 


b) Grundregel § 1 (StVO) 


c) Gefahrenwahrnehmung bei Benutzung der Verkehrswege (z.B. Alleen) 


Verkehrsbeobachtung, Gefahrenkontrolle beim Fahrstreifenwechsel 


Stau. 


5. Vorfahrt und Verkehrsregelungen 


Verhalten 


- bei besonderen Verkehrslagen 


- an Kreuzungen und Einmündungen 


- bei Verkehrsregelungen durch Lichtzeichen und Polizeibeamte 


insbesondere durch 


- Handeln in der richtigen Reihenfolge (u.a. Bremsen, Schalten, Beschleunigen) 


- Spurtstärke, Bedarf an Straßenraum und Zeit beim Überqueren einer Kreuzung einschätzen lernen 


- Gefährlichkeit einer Kreuzung beurteilen, Notwendigkeit der Verständigung und Verständnis beim Kreuzungsverkehr 


- Lernen, für die anderen Verkehrsteilnehmer mitzudenken 


- Bedeutung von Gelassenheit und Geduld, gegebenenfalls auch einmal auf Vorfahrt verzichten 


- Umweltbewußtes Befahren von Kreuzungen und Einmündungen. 


6. Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sowie Bahnübergänge 


a) Verkehrszeichen und -einrichtungen 


Gefahrzeichen, Vorschriftzeichen, Richtzeichen 


sonstige Zeichen (Zusatzschilder), Verkehrseinrichtungen 


Wissen um die Systematik und Logik 


Formen, Farben, Piktogramme, Schrift der Verkehrszeichen, "Lesen" von Verkehrseinrichtungen und Folgerungen für das eigene angemessene Verhalten 


b) Bahnübergänge 


Sicherheits- und umweltbewußtes Verhalten an Bahnübergängen. 


7. Andere Teilnehmer im Straßenverkehr 


a) Besonderheiten und Verhalten gegenüber 


- öffentlichen Verkehrsmitteln 


- Bussen/Schulbussen 


- Taxen 


- Pkw und Motorradfahrern 


- Radfahrern 


- großen und schweren Fahrzeugen 


- Fußgängern 


- Kindern und älteren Menschen 


- Behinderten 


b) Verhalten an Fußgängerüberwegen und -furten 


c) Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung 


- verkehrsberuhigter Bereich und Zone 30 


- bauliche Maßnahmen. 


8. Geschwindigkeit, Abstand und umweltschonende Fahrweise 


a) Bedeutung der Geschwindigkeit 


situationsangepaßte Geschwindigkeit 


Zusammenhänge zwischen Geschwindigkeit, Abstand und Anhalteweg 


Einschätzung des Anhalteweges bei verschiedenen Geschwindigkeiten 


Gewöhnung an ausreichende Sicherheitsabstände 


Erkenntnis der Gefahren von zu hohen Geschwindigkeiten 


Ständige Kontrolle der Geschwindigkeit durch Anpassung an Verkehrsverhältnisse, Straßenverhältnisse, Witterungs- und Sichtverhältnisse 


Kenntnisse und Akzeptanz der Geschwindigkeitsregelungen 


Kenntnis der Zusammenhänge zwischen Geschwindigkeit und Schadstoffemissionen 


Wahl umweltschonender Geschwindigkeiten 


Realistische Selbsteinschätzung des eigenen Geschwindigkeitsverhaltens 


Wissen um das Risiko von Geschwindigkeitsrausch und Geschwindigkeitsgewohnheiten 


b) Vorausschauendes Verhalten 


c) Sicherheitsabstände 


d) Wahl der Geschwindigkeit in Abhängigkeit von Straße, Verkehr, Witterungs- und Sichtverhältnissen 


e) Lärmschutz 


f) Geschwindigkeitsvorschriften 


g) Warnzeichen. 


9. Verkehrsverhalten bei Fahrmanövern, Verkehrsbeobachtung 


a) Einfahren, Anfahren 


b) Überholen, Vorbeifahren, Ausweichen 


c) Nebeneinanderfahren 


d) Abbiegen 


e) Wenden 


f) Rückwärtsfahren 


g) Kenntnis der Verkehrsregelungen bei verschiedenen Fahrmanövern. Insbesondere durch 


- Kennen und Wahrnehmen von Gefahren bei Fahrmanövern 


- Verkehrsbeobachtung üben 


- Erfahrung, daß sie erhöhte Konzentration erfordern 


- Lernen, verantwortungsvoll zu entscheiden, ob und wo man Fahrmanöver ausführen kann oder davon absehen soll. 


10. Ruhender Verkehr 


Zu wenig Straßenraum - zu viele Autos 


a) Ruhender Verkehr 


Halten und Parken 


Einrichtungen zur Überwachung des ruhenden Verkehrs 


b) Ein- und Aussteigen 


Sichern des Fahrzeugs 


c) Absichern liegengebliebener Fahrzeuge 


d) Anschleppen, Abschleppen und Schleppen. 


11. Verhalten in besonderen Situationen, Folgen von Verstößen gegen Verkehrsvorschriften 


a) Benutzung von Beleuchtungseinrichtungen 


b) Verhalten gegenüber Sonderfahrzeugen 


Blaues und gelbes Blinklicht 


Sonderrechte 


c) Verhalten nach Verkehrsunfall 


Absichern und Hilfeleistung für Verletzte 


Verpflichtungen 


d) Ahndung von Fehlverhalten 


Verwarnung, Bußgeld, Fahrverbot, Strafe 


e) Verkehrszentralregister 


Punktsystem 


f) Entzug der Fahrerlaubnis 


g) Verlust des Versicherungsschutzes 


Schadenersatz, Regreß 


h) Begutachtungsstelle für Fahreignung 


Medizinisch-psychologische Untersuchung. 


12. Lebenslanges Lernen 


a) Besondere Risikofaktoren bei 


- Fahranfängern 


- Jungen Fahrern 


- Älteren Fahrern 


b) Hilfen 


insbesondere durch 


- Aufbauseminare (Führerschein auf Probe) 


- Aufbauseminare für Kraftfahrer (ASK) 


- Verkehrspsychologische Beratungsgespräche 


- Erfahrungsaustausch für Fahranfänger 


c) Risiken durch Informations- und Kommunikationsdefizite im Straßenverkehr 


d) Verkehrssicherheit durch Weiterbildung 


e) Sicherheitstraining 


f) Kurse zur umweltschonenden Fahrweise.